Sonntag, 11. November 2012

User Shell Folders - Umgebungsvariablen umbauen mittels Group Policy Preferences

Group Policy Preferences bringen von Haus aus eine Menge von
Variablen mit. Drückt man die Taste "F3" in einem Textfeld, so erscheint die
 

Liste von verfügbaren GPP-Umgebungsvariablen:


Link zu allen GPP-Variablen



Zusätzlich können die vom System bereitgestellten "normalen" User- und Systemvariablen verwendet werden.
So gibt es in den GPP Variablen zum Beispiel keine Komponente für den Pfad
"C:\Program Files (x86)". Es kann die normale Variante "%ProgramFiles(x86)%" benutzt werden.


Teilweise ist dies aber nicht genug.
Dies gilt vor allem für die sogenannten User Shell Folders.


User Shell Folders


Diese USF befinden sich in der Registry unter:

HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\User Shell Folders


In diesem Bereich werden Pfade zu Explorer Verzeichnissen gespeichert.

Mit ein paar einfachen Schritten lassen sich diese Schlüssel in Umgebungsvariablen umbauen, die dann für Group Policies oder auch allgemeine Zwecke benutzt werden können.

Umbau der USF mittels GPP

1. Schritt

Wir erzeugen eine neue Umgebungsvariable mittels GPP.


Zu finden unter:

Computer Configuration or User Configuration
   └ Preferences
      └ Windows Settings
         └ Environment

In unserem Beispiel handelt es sich um "User Configuration".
Als Wert weisen wir jedoch eine temporäre Variable "%TEMPVAR%" zu.


 
2. Schritt

Diese Variable muss nun gefüllt werden.
Hierbei hilft uns das "Item Level Targeting" kurz ILT.


Wir legen ein ILT auf Basis von "Registry Match Targeting" fest.

Als "Match type" wählen wir "Get value data".



Fertig.
Da zuerst die Filter überprüft werden, wird der betreffende Registrykey ausgelesen. Dieser wird in eine temporäre Variable geschrieben, %TEMPVAR%.
Diese Variable füllt dann unsere "richtige" Variable %LINKS%.


Known Folder GUIDs for File Dialog Custom Places

Auf diesem Wege lassen sich auch die Known Folder GUIDs umbauen.
Allerdings werden diese an unterschiedlichen Stellen in der Registry gespeichert.

Ein Teil davon landet unterhalb der USF. 

Der Großteil jedoch unter:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\FolderDescriptions


Inwieweit sich die KFGs in Variablen umbauen lassen, hängt von den gespeicherten Werten ab.

Fazit:

Mittels Item Level Targeting und der Environment CSE lassen sich sehr flexibel
Registrywerte in benutzbare Umgebungsvariablen umwandeln.

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