Dienstag, 23. April 2013

Internet Explorer 10: Goodbye my friend "Internet Explorer-Wartung"

Nachdem der Internet Explorer 10 nun seit geraumer Zeit offiziell zur Verfügung steht, wird ein Problem welches die "Internet Explorer-Wartung" betrifft immer bekannter.

IEM - aus und vorbei
Die "Internet Explorer-Wartung" (IEM = Internet Explorer Maintenance) Erweiterung ist ein Relikt aus alten Zeiten. Leider war diese CSE nie für ihre Zuverlässigkeit bekannt. Mit dem Erscheinen von Windows 8 und Server 2012 wird diese Erweiterung nun offiziell nicht mehr unterstützt. Konfiguriert man unter Windows 8 (oder Server 2012) eine Gruppenrichtlinie, so versucht man vergebens diese Einstellung zu finden.


Dieses Verhalten kann man als "wie erwartet" bezeichnen.

Installiert man allerdings den Internet Explorer 10 auf einem Client der mit den Einstellungen dieser CSE jedoch noch umgehen kann (z.B. Windows 7, Server 2008 R2), so verliert man dort ebenfalls die Option eine Gruppenrichtlinie zu bearbeiten, die Internet Explorer-Wartungs-Einstellungen enthält. Gleiches gilt für die Erzeugung neuer Richtlinien die IEM-Einstellungen enthalten sollen.


Fakten zu IEM + IE 10


Auf Windows 8 und Server 2012,
  • können keine IEM-Einstellungen bearbeitet werden.
  • können keine neue Richtlinien angelegt werden die IEM-Einstellungen enthalten.
  • werden keine Richtlinien angewendet die IEM-Einstellungen enthalten.  
Auf Windows Vista, 7 und Server 2008 R2 mit IE 8 oder IE 9,
  • können IEM-Einstellungen bearbeitet werden.
  • können neue Richtlinien angelegt werden die IEM-Einstellungen enthalten.
  • werden Richtlinien angewendet die IEM-Einstellungen enthalten. 
Auf Windows 7 und Server 2008 R2 mit IE 10,
  • können keine IEM-Einstellungen bearbeitet werden.
  • können keine neue Richtlinien angelegt werden die IEM-Einstellungen enthalten.
  • werden keine Richtlinien angewendet die IEM-Einstellungen enthalten.
  • kann das vorherige Verhalten nur mit der Deinstallation von IE 10 erreicht werden.

Freitag, 19. April 2013

GPOBackup.VBS - einfach, schnell, zuverlässig

Backup ja, aber einfach bitte!
MVP Kollege Martin Binder hat in seinem Blog ein GPO-Backup Skript veröffentlicht. Das Skript ist super einfach zu konfigurieren und bietet einem viele Features, die andere Skripte nicht aufweisen.

Hier eine Übersicht der möglichen Optionen:
cscript GPOBackup.VBS [/CreateShare:0] [/BackupDirectory:] [/BackupShare:] [/ForceBackup] [/RetentionMethod:age|count] [/RetentionCount:] [/L:] [/EventLogName:] [/EventSource:]

Ich kann euch nur raten, richtet euch das Skript ein, lasst es laufen und ihr müsst euch keine Gedanken mehr über das Thema GPO-Backup machen.

Hier der Link zum Blog-Artikel:
http://evilgpo.blogspot.de/2012/12/backup-nur-fur-feiglinge-oder-auch-fur.html

Freitag, 5. April 2013

Der große Group Policy Troubleshooting Guide - Teil 2/3

Nachdem ich euch in Teil 1 des "Group Policy Troubleshooting Guides" bereits die häufigsten logischen Fehler gezeigt habe, geht es nun um technische Fehler.

Folgende Themen werden behandelt:

  • Welche Fehler können auftreten?
  • Wo finde ich GPO-Eventlogs?
  • Welche Logfiles werden geschrieben?
  • Wie kann das Verhalten einzelner CSEs analysiert werden
DNS - Die Grundlage für eine korrekte Richtlinienabarbeitung
Eine funktionierende DNS-Auflösung ist die Grundlage für eine funktionierende Authentifizierung und Anwendung von Gruppenrichtlinien.
Damit der Client einen Domaincontroller finden kann, muss dieser Anfragen an den DNS Server stellen. Im Zuge dieses Prozesses wird ebenfalls die betreffende Active Directory Site des Clients ermittelt.
Den kompletten Vorgang der Ermittlung des Domaincontrollers findet ihr bei Yusuf Dikmenoglu.

Im weiteren Verlauf der Gruppenrichtlinienabarbeitung werden immer wieder LDAP Abfragen an den DC gesendet. Funktioniert die DNS Auflösung nicht oder nur teilweise, so sollte spätestens beim Zugriff auf das SYSVOL Verzeichnis ein Fehler auftreten. Die GPSVC Engine versucht unter anderem das File Gpt.ini aus dem Verzeichnis jeder Policy zu lesen.

Den genauen Prozessablauf findet ihr hier:
http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc784268%28v=ws.10%29.aspx

Beliebte Fehler in der DNS Konfiguration
1. Am Client ist der primäre DNS Server kein DC

Ein Fehler der gerade in kleineren Umgebungen häufig zu finden ist.
Dort wird oftmals als primärer DNS am Client ein Internet Router angegeben.

Der Hintergedanke ist wohl meist, dass dieser Router sowohl die lokalen Adressen, als auch die "unbekannten" Adressen des Internets auflösen kann.

Für die Anwendung von Gruppenrichtlinien kann das jedoch fatale Folgen haben. Der DC Locator Process ist auf die sogenannten SRV Records angewiesen.

Diese sind in der Regel auf Microsoft DNS Server vorhanden, jedoch nicht zwangsläufig auf dem DNS Server des Internet Routers.
Fehlen diese SRV Records (dazu auch mehr in 2.), kann auch die Anwendung der Richtlinien fehlschlagen.

 

Deshalb merken:
Als primärer DNS sollte immer ein DC mit DNS Server (oder ein anderer Windows DNS Server) eingetragen werden.

Im optimalen Falle befindet sich dieser in der gleichen AD-Site wie der Client.

 

2. Fehlende DNS Records
Für die Suche des Domaincontrollers sind diverse SRV Records erforderlich.

Fehlt ein Teil oder alle diese Einträge, kann die Anwendung der Gruppenrichtlinien und die Ermittlung des Domaincontrollers fehlschlagen.

Sollten nicht nur einzelne Clients betroffen sein und dessen Client DNS Konfiguration korrekt sein, sollte man die SRV Records auf den Domaincontrollern überprüfen.

Dazu eignen sich folgende Tools:
DNSLint /ad
dcdiag /test:dns

Leider ist dieser genannte Fehler schwer zu diagnostizieren,
deshalb hier noch einige weiterführende Informationen:

http://blogs.technet.com/b/askpfeplat/archive/2012/07/09/the-case-of-the-missing-srv-records.aspx
http://support.microsoft.com/kb/816587/en-us


3. Grundlegende Netzwerkprobleme

Stimmt das Netzwerklayout nicht oder handelt es sich um eine Misskonfiguration auf Netzwerkebene, kann die DNS-Auflösung und somit auch das Abarbeiten der Gruppenrichtlinien fehlschlagen.

Hierzu zählen unter anderem Probleme wie:

  • falsch eingetragene Routen
  • falsche Firewallkonfigurationen
  • nicht erreichbare DNS-Server
  • falsch konfigurierte DNS Reihenfolge
  • fehlende / falsche DNS Suffixe
  • falsch konfigurierte DNS Forwarder
  • falsche VLAN Einstellungen
Replikations- oder AD-Probleme
Technisch betrachtet besteht jede Gruppenrichtlinie aus zwei Teilen.
Gemeint ist hier nicht die Benutzer- und Computerkonfiguration, sondern der Richtlinienanteil im Group Policy Container (GPC) und der Anteil innerhalb des Group Policy Templates (GPT).

GPC - Group Policy Container: 

Innerhalb des GPC werden nicht die einzelnen Einstellungen der Richtlinien gespeichert, sondern viel mehr die "Metadaten" der Richtlinien.
Hier sind Informationen hinterlegt wie:

  • Welche Richtlinien gibt es
  • Wo sind die einzelnen Richtlinien verlinkt
  • Welche Client Side Extensions (CSEs) verwenden die einzelnen Richtlinien
  • Wie lautet der Pfad zum GPT
  • Welche Berechtigungen haben die einzelnen Richtlinien
  • Der GUID jeder Richtlinie
Vereinzelt werden dennoch spezielle Richtlinieneinstellungen innerhalb des GPC gespeichert. Hierzu gehören Einstellungen wie:
  • Wired Network Policies (802.3)
  • Wireless Network Policies (802.11)
  • Deployed Printer Connections
GPT - Group Policy Template:
Hier sind die eigentlichen Einstellungen hinterlegt.
Beim GPT handelt es sich um eine Netzwerkfreigabe namens "SYSVOL".

Pro Richtlinie gibt es jeweils ein Verzeichnis.
Der Verzeichnisname entspricht dem GUID der Richtlinie.

Der GPC und GPT werden unterschiedlich repliziert.
Der GPC wird über die Active Directory Replikation wie alle anderen AD-Objekte repliziert. Die Replikation des GPT übernimmt der FRS (File Replication Service) oder unter Server 2008 (falls konfiguriert) DFS-R.

GPC und GPT besitzen jeweils eine eigene Versionierung.
Stimmt die Versionsnummer der beiden Richtlinienanteile im GPC und GPT nicht überein, so treten Probleme bei der Anwendung der Richtlinie auf.
Zu bedenken ist auch, dass die Replikation unter Umständen einen größeren Zeitraum in Anspruch nehmen kann.
Dies gilt insbesondere für Replikationen die nicht innerhalb einer Active Directory Site stattfinden.


Replikationsprobleme erkennen
Der erste Anhaltspunkt sollte wie so oft die Ereignisanzeige sein.

Ereigniskategorien die ihr unbedingt prüfen solltet:



Weitere Tools um die AD-Funktionalität und Replikation zu überprüfen:

  • dcdiag
    Der Klassiker für die AD-Diagnose.
  • GPOTool
    Das GPOTool ist schon etwas in die Jahre gekommen. Dennoch bietet es noch zuverlässige Dienste. Mit dem GPOTool können die einzelnen Richtlinienversionen auf den verschiedenen Domaincontrollern verglichen werden.
  • Die GPMC von Server 2012 (und Windows 8).
    Hier können nun unter dem Reiter "Status" die Versionsstände verglichen werden.
    (in der Testumgebung des Screenshots gab es nur einen DC, deshalb wird bei beiden Werten "0" angezeigt)



Auf das Netzwerk warten?
Gruppenrichtlinien können im Vordergrund oder im Hintergrund ausgeführt werden. Vereinfacht könnte man es so bezeichnen:

 
Im Vordergrund =
Beim Hochfahren des Rechners
Beim Anmelden Benutzers.

Im Hintergrund =
Zu allen anderen Zeitpunkten werden die Richtlinien "Im Hintergrund" angewendet.

Seit Windows XP beschleunigt eine neue Option names "Fast Logon Optimization" das Booten und Anmelden.
Allerdings hat dies negative Auswirkungen auf die Anwendung von Gruppenrichtlinien. Fast Logon lässt sich mittels dieser Einstellung deaktivieren:


http://gpsearch.azurewebsites.net/#1839


Zusätzlich sollte auch noch das Anmeldeverhalten geändert werden:


http://gpsearch.azurewebsites.net/#2302


(genau genommen beeinflussen sich technisch beide Richtlinieneinstellungen)

Die Deaktivierung der "Fast Logon Optimization" ist eine sinnvolle Sache.
Jedoch kann dies Verzögerungen im Start- und Anmeldeprozess des Rechners verursachen. Bevor die Policies abgearbeitet werden können, arbeitet die GPSVC-Engine mit dem Dienst NLA (Network Location Awareness) zusammen.

Es wird sichergestellt, dass das Netzwerk erfolgreich initialisiert wurde, bevor die Richtlinien abgearbeitet werden.
Treten in diesem Zusammenhang Fehler auf, so sollte nicht einfach die Fast Logon Optimization wieder aktiviert werden, sondern man sollte der Ursache des Problems auf den Grund gehen.


Hierzu können Ursachen gehören wie:

  • Netzwerktreiber die während des Bootvorgangs eine lange Zeit zum Initialisieren benötigen
  • WLAN Verbindungen mit gleichzeitigen LAN Verbindungen die den NLA Dienst beschäftigen
  • Falsch konfigurierte Switche (Portfast nicht aktiviert)
  • Firewalleinstellungen blockieren den Netzwerk-Traffic während des Bootens
Wie kann man feststellen ob Richtlinieneinstellungen angewendet werden?
Ist der Fehler noch nicht im Detail bekannt, sollte man zunächst einmal überprüfen ob der Client die Einstellungen anwendet.
Diese Methode bezieht sich ebenfalls auf die Logikfehler von Teil 1 des Guides.

Die meisten Tools beziehen ihre Daten mittels des RSoP (Resultant Set of Policies). Dieser ermittelt die benötigten Daten per WMI (Windows Management Instrumentation).

Tipp:
Den genauen Prozess findet ihr hier.
Die wichtigsten Tools:
  • rsop.msc - Hierbei handelt es sich um ein MMC-SnapIn, das die Daten des RSoP ermittelt. Rsop.msc ist allerdings nicht auf dem aktuellen technischen Stand. Das SnapIn kann keine Daten der Group Policy Preferences anzeigen. Die Darstellung orientiert sich am Group Policy Editor.
  • gpresult /r - Es handelt sich um ein Kommandozeilentool welches die angewendeten und abgelehnten Richtlinien anzeigt.
  • gpresult /h - Es wird ein html-Bericht generiert. Diese Methode sollte die Standardmethode zum Ermitteln der GPO-Daten sein. Es handelt sich um eine Kombination aus gpresult /r und rsop.msc. Der Vorteil: Hier werden auch Daten der Preferences angezeigt.
  • GPMC - Gruppenrichtlinienergebnisse
  • Die GPMC bietet ebenfalls die Möglichkeit einen RSoP remote zu erstellen.
    Zu beachten ist allerdings, dass hierzu am Client einige Firewallausnahmen definiert werden müssen.
Wo finde ich GPO-Eventlogs?
Die erste Anlaufstelle sollte immer das Eventlog sein.
Die verschiedenen Events finden sich primär in diesen Kategorien:

  • Anwendung (vereinzelt)
  • System 
  • Anwendungs- und Dienstprotokolle > Microsoft > Windows > GroupPolicy (ab Windows Vista verfügbar) Das letzte Log ist hierbei am umfangreichsten:

 

Der Eventviewer von Windows XP und Server 2003 besitzt noch keine Anwendungs- und Dienstprotokolle.
Tipp:
Mehr Informationen findet ihr hier.

Welche Logfiles werden geschrieben?
Zunächst einmal werden keine Logfiles geschrieben. Im Problemfall muss das Logging aktiviert werden.

 

Logging des Gruppenrichtliniendienstes:
Hierbei handelt es sich um das Logfile der GPSVC-Engine.
Dieses Logfile ist als Zusammenfassung der verschiedenen Client Side Extensions zu sehen. Das Logfile ist relativ umfangreich und lässt sich am besten mit dem Tool "Policy Reporter" auswerten.
 

www.sysprosoft.com/policyreporter.shtml  

Das Programm ist kostenlos und wertet unter anderem die Zeitdauer einzelnen Prozessschritte aus.
Tipp:
In meinem Post "Das gpsvc-logging aktivieren" erfahrt ihr wie ihr das Logging aktiviert.

Unter Windows XP und Server 2003 gibt es noch kein gpsvc.log.
Dort lässt sich das userenv-logging aktivieren.
Dieses wird allerdings nicht nur für Fehlerdiagnose der Gruppenrichtlinienanwendung verwendet, sondern hat noch andere Funktionen und lässt sich deshalb schlechter auswerten.
 

Der Policy Reporter kann mit beiden Logdateien umgehen.
 

Fehler beim Anwenden von Sicherheitseinstellungen:
Fehler beim Abarbeiten von Sicherheitseinstellungen (Berechtigungen auf Registry Schlüssel, Dateien, Diensten, Vergabe von Benutzerrechten usw.) werden in einer separaten Logdatei festgehalten.
Das File befindet sich unter %SYSTEMROOT%\security\logs\winlogon.log.


http://support.microsoft.com/kb/324383/de  

Fehler innerhalb der GPMC:
Treten Fehler in der GPMC beim Erstellen oder Ändern von Richtlinien auf, so kann das GPMC-logging aktiviert werden.


http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc737379%28v=ws.10%29.aspx
Tipp:
Eine umfangreiche Liste der Logfiles findet ihr hier.

Wie kann das Verhalten einzelner CSEs analysiert werden?
Neben den einzelnen Logfiles (wie oben genannt) werden auch noch Einträge für diverse CSEs im Eventlog geschrieben.




Für die Client Side Extension der Group Policy Preferences können einzelne Logfiles geschrieben werden. Diese nennen sich "Tracing-Files" und können wie folgt aktiviert werden.


http://blogs.technet.com/b/askds/archive/2008/07/18/enabling-group-policy-preferences-debug-logging-using-the-rsat.aspx

Exotische GPO Tools?
Es gibt noch etliche mehr oder weniger bekannte GPO Tools.

Diese können im speziellen Falle hilfreich sein, jedoch würde ich diese Tools nicht überbewerten. Viele dieser Tools werden nicht weiterentwickelt und sind veraltet. 

    • Dcgpofix.exe
      Damit lassen sich die Default Policies der Domäne wiederherstellen.
    • GPMonitor.exe
      Der GPMonitor sammelt Daten über die Anwendung von Richtlinien und kann diese an einer zentralen Stelle im Netzwerk speichern.
    • GPOTool.exe
      Vergleicht die SYSVOL und AD Versionen auf allen DCs.
    • GPLogView
      Kann ab Windows Vista eingesetzt werden. Das Tool sammelt Informationen aus dem Eventlog. Sehr interessant ist auch die Möglichkeit "live" zu loggen. (Option -m)
    • GPMC-Skripte
      Backup, Restore, Importieren, Exportieren uvm.

      Freitag, 15. März 2013

      Der große Group Policy Troubleshooting Guide - Teil 1/3

      Im ersten Teil der Reihe "Der große Group Policy Troubleshooting Guide"
      geht es um Fehler, die eigentlich keine sind. Man könnte diese Fehler als "Denkfehler" bezeichnen.

      Damit Richtlinien überhaupt angewendet werden können, muss der Client diese sehen und darauf zugreifen können.

      Scope of Management
      Microsoft bezeichnet den Verwaltungs- / Wirkungsbereich von Richtlinen SOM = Scope of Management.

      Im SOM der Policy finden sich alle Clients / Benutzer die die Policy anwenden können.

      Nehmen wir zum Beispiel eine Policy "GPO-01", die User Settings enthält.


      └───Users
          └───Sales-01
              └───Sales-02 -- GPO-01


      Ist die Policy auf der OU "Sales-02" verlinkt, so ist der SOM der Policy
      die OU "Sales-02". Im Wirkungsbereich der Policy befinden sich alle
      User in dieser OU. User von "Sales-01" befinden sich also nicht im SOM der GPO-01.


      Wäre die Richtlinie allerdings an oberster Stelle auf der Domänenebene verlinkt, so umfasst der SOM die gesamte Domäne.

      Richtlinien lassen sich auf verschiedenen Ebenen verknüpfen:

      • Auf AD-Standorten (Site)
      • Auf der Domänenebene
      • Auf Organisationseinheiten
      Benutzer und Computer die sich nicht im Wirkungsbereich einer Policy befinden, können diese auch nicht anwenden.

      Benutzer- und Computereinstellungen - Policies richtig verknüpfen
      Jede Richtlinie ist in Computer- und Benutzereinstellungen aufgeteilt.
      Beinhaltet eine Richtlinie beispielsweise Benutzereinstellungen, so muss diese auch mit einer OU verknüpft werden, die User enthält.

      Einfaches Beispiel: Wir haben eine "Test-GPO-USR" die ausschließlich Benutzereinstellungen enthält. Die Active Directory Struktur schaut wie folgt aus:

      └───domain.intern
          ├───germany
          │   ├───com
          │   └───usr
          └───usa
              ├───com
              └───usr


      Die Policy soll nun für alle Benutzer der OU "germany" angewendet werden.
      Dies wird erreicht, indem die Policy wie folgt verlinkt wird:

      └───domain.intern
          ├───germany
          │   ├───com
          │   └───usr  ---- Test-GPO-USR
          └───usa
              ├───com
              └───usr

      Wird die Policy fälschlicherweise wie folgt verlinkt, hat diese keine Auswirkung:

      └───domain.intern
          ├───germany
          │   ├───com --- Test-GPO-USR
          │   └───usr
          └───usa
              ├───com
              └───usr


      Die Policy muss immer anhand ihrer Einstellungen verlinkt werden.
      Enhält sie nur Computereinstellungen:
      Mit einer OU, die Computerkonten enthält.

      Enhält sie nur Benutzereinstellungen:
      Mit einer OU, die Benutzerkonten enthält.

      Merken. Merken. Merken.
      Versteht man diese Logik nicht, wird man definitiv auf Probleme bei der Anwendung von Richtlinien stoßen.


      Mehr zu diesem Thema in meinem vergangenen Artikel:
      http://matthiaswolf.blogspot.de/2011/12/lies-of-gpo-3.html


      Loopback Processing:
      Loopback Processing ist eine Einstellung, die das Verhalten der GPSVC-Engine verändert. Diese Einstellung gilt immer für alle Richtlinien die ein Computer anwendet.
      Die Anwendung der Computereinstellungen werden nicht beeinflusst.

      Nur die Benutzereinstellungen werden anders angewendet.

      Es gibt zwei Varianten von Loopback.


      Loopback Merge:
      Hierbei entstehen zwei GPO Durchläufe.
      Der erste Durchlauf läuft wie gewohnt ab, die Benutzereinstellungen werden anhand der Position des Benutzerobjekts im Active Directory abgearbeitet.

      Ist dieser Prozess abgeschlossen, wird der Suchfilter geändert.
      Nun startet ein zweiter Durchlauf, hierbei ist allerdings die Position des Computerobjekts im Active Directory entscheidend.

      Zum Verständnis noch einmal, es geht nur um die Anwendung der Benutzereinstellungen.
      Loopback Merge verdoppelt die Abarbeitungszeit der Richtlinien nahezu.

      Loopback Replace:
      Bei Replace ist nur noch die Position des Computerobjekts entscheidend.
      Es gibt nur einen Durchlauf.


      Loopback ist ein komplexes Thema.
      Deshalb noch ein paar Hintergrundinformationen:

      http://evilgpo.blogspot.de/2012/02/loopback-demystified.html
      http://www.msxfaq.de/verschiedenes/gpo.htm

      Wichtig, ab Windows Vista müssen die Sicherheitseinstellung der Richtlinien angepasst werden:

      http://matthiaswolf.blogspot.de/2011/11/gpo-loopback-benotigt-leserechte-fur.html


      Zur Wiederholung: 
      Damit Richtlinien überhaupt angewendet werden können, muss der Client diese sehen (Scope of Management) und darauf zugreifen können.

      Filtern von Richtlinien / Einschränken des SOM

      Innerhalb des Active Directory lässt sich eine gruppenrichtlinienoptimierte Aufteilung realisieren. Allerdings wird es immer wieder Richtlinien und Einstellungen geben, die nur für eine kleinere Benutzer- bzw. Computergruppe gelten sollen. Um dies zu realisieren bieten Gruppenrichtlinien die Möglichkeit den SOM weiter einzuschränken. Es gibt verschiedene Filtermechanismen. 
      • Sicherheitsfilterungen
      • WMI-Filterungen
      • Zielgruppenadressierungen (Item Level Targeting)
      Sicherheitsfilterungen verstehen 
      Um diese Filterungsvariante zu verstehen hilft einem ein einfacher Vergleich.
      Der Zugriff auf Dateien und Ordner lässt sich mit NTFS Berechtigungen einschränken. So kann zum Beispiel auf Dateiebene eingestellt werden, dass ein Benutzer eine Datei lesen, jedoch nicht bearbeiten kann.

      Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten.
      Es können Berechtigungen zugeteilt oder verweigert werden.

      Verweigerungen haben immer Vorrang gegenüber Zuteilungen.
      Einfaches Beispiel:

      Der Benutzer Peter ist Mitglied der Gruppen "Einkauf" und "Domain Users".
      Die Berechtigungseinstellung auf dem Ordner sieht wie folgt aus:

      • Domain Users - Lesen erlaubt, Bearbeiten verweigert
      • Einkauf - Lesen erlaubt, Bearbeiten erlaubt
      Da der Benutzer Mitglied beider Gruppen ist und die Verweigerung Vorrang hat, sieht seine effektive Berechtigung wie folgt aus: Lesen erlaubt.

      Dieses Verfahren lässt sich auf die Gruppenrichtlinien übertragen.
      Hier gibt es ebenfalls verschiedene Berechtigungsarten.
      Die Wichtigste davon ist "Gruppenrichlinie übernehmen".
      Diese ist entscheidend für die Anwendung einer Gruppenrichtlinie.


      Man kann diese Berechtigungen Benutzer- als auch Computerkonten zuteilen.

      Verweigert man einem Computerkonto die Berechtigung "Gruppenrichtline übernehmen" so wird dieser den Anteil "Computereinstellungen" der jeweiligen Richtlinie nicht anwenden können.

      Verweigert man einem Benutzerkonto die Berechtigung "Gruppenrichtline übernehmen" so wird dieser den Anteil "Benutzereinstellungen" der jeweiligen Richtlinie nicht anwenden können.
      Tipp:
      Nach Möglichkeit nicht den gesamten Zugriff auf die Policy verweigern.
      Dem Benutzer- bzw. Computer sollte das Recht "Lesen" erhalten bleiben um unschöne RSoP (Resultant Set of Policies) Meldungen zu vermeiden.
      WMI-Filter verstehen
      WMI Filter sind Abfragen die das WMI (Windows Management Instrumentation) Repository benutzen. Mittels WMI lassen sich nahezu alle computerspezifischen Daten abfragen. Da die WMI Filterung noch vor der Unterscheidung von Benutzer- oder Computereinstellungen stattfindet, lassen sich nur nicht-benutzerspezifische Werte abfragen.
      mehr Informationen:
      http://www.microsoft.com/germany/technet/datenbank/articles/600682.mspx
      http://blogs.technet.com/b/askperf/archive/2007/06/12/wmi-architecture-basics.aspx
      WMI Filter können zeitintensive Abfragen ausführen.
      Schaut euch bitte zu diesem Thema meinen vergangenen Post
      The lies of GPOs! #4 - "WMI Filter sind nicht performant" an.


      Verkettet man mehrere WMI Filter, so muss man verstehen, dass diese in einer AND Beziehung stehen. Alle Filter müssen den Wert "True" liefern damit die Policy angewendet wird.

      Die Kombination aus folgenden Filtern (Abfrage Betriebssystem und Bittigkeit) wird nie den Wert "True" liefern können:

      select * from Win32_OperatingSystem WHERE Version < '5000' AND ProductType="1" AND NOT OSArchitecture = "64-bit"

      select * from Win32_OperatingSystem WHERE Version > '5000' AND ProductType="1" AND NOT OSArchitecture = "64-bit"

      select * from Win32_OperatingSystem WHERE Version > '5000' AND ProductType="1" AND OSArchitecture = "64-bit"



      Es kann in diesem Falle immer nur eine Bedingung erfüllt werden.
      Würde man also diese drei Filter kombinieren, wäre nur maximal eine Bedingung erfüllt. So würde die Policy nicht angewendet.



      Tipp:
      Abfragen die länger als 30 Sekunden dauern, werden ab Windows 6.0 SP2 und Windows 6.1 SP1 automatisch mit "False" beantwortet.

      Item Level Targeting - jetzt wird es granular
      Group Policy Preferences teilen ihre Einstellungen in sogenannten "Elemente / Items" ein. Dies bietet die Möglichkeit viele verschiedene Einstellungen in nur einer Richtlinie darzustellen.
      Damit nicht alle Einstellung angewendet werden, lassen sich diese einzelnen Items ebenfalls einschränken. Dazu benutzt man das "Item Level Targeting".

      Im ILT gibt es bereits viele vordefinierte Filter.

      Diese einzelnen Elemente lassen sich gruppieren und sowohl mit AND als auch mit OR Operatoren verknüpfen.


      F5, F6, F7, F8
      Eine Besonderheit der Preferences ist wie eben genannt die Granularität.
      Mittels der Funktionstasten F5-F8 können einzelne Einstellungen aktiviert / deaktiviert werden.


      Vergisst man eine Einstellung zu aktivieren, wird sie nicht am Client angewendet.

      Mehr dazu:
      http://blogs.technet.com/b/grouppolicy/archive/2008/10/13/red-green-gp-preferences-doesn-t-work-even-though-the-policy-applied-and-after-gpupdate-force.aspx


      Weitere Denkfehler
      Neben der Missachtung der oben genannten Filtermechanismen und der Beachtung des SOM gibt es noch weitere Logikfehler.
      Nachfolgend eine Liste beliebter Denkfehler im Umgang mit GPOs:
      • Die Richtlinie wurde versehentlich nicht verknüpft.
        Hier sind wir wieder bei dem Punkt "Gruppenrichtlinien sehen". Nur eine richtig verknüpfte Policy kann auch vom Client gefunden und ggf. angewendet werden. 
      Tipp:
      Ob eine Richtlinie überhaupt verknüpft ist, seht ihr am einfachsten im Reiter "Bereich / Scope" :
      • Es wurde versehentlich die Benutzer- bzw. Computerkonfiguration der Richtlinie deaktiviert.
        Deaktivierte Gruppenrichtlinienteile werden nicht angewendet.

      • Die Vererbung der Richtlinien wird falsch verstanden bzw. missachtet. Man muss das Rad nicht neu erfinden, deshalb: http://www.gruppenrichtlinien.de/artikel/vererbung-und-hierarchien/

      Der große Group Policy Troubleshooting Guide

      "Der große Group Policy Troubleshooting Guide", das klingt zunächst einmal mächtig. Da mögen sich einem einige Fragen stellen:
      • Werde ich nun also alles zum Thema GPO-Troubleshooting erfahren?
      • Kann ich am Ende dieses Tutorials alle GPO-Fehler selbst lösen?
      • Gpresult und gpupdate sollten doch reichen?
      • So kompliziert kann das doch nicht sein, oder?
      Die Antwort auf die meisten dieser Fragen lautet leider "nein".
      Die Abarbeitung von Group Policies ist ein relativ komplexer Prozess der von vielen Bedingungen abhängig sein kann. Group Policies müssen jedoch nicht kompliziert sein.

      Fehlerkategorien

      Gruppenrichtlinienfehler lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen.

      1. Logische Fehler 

      Der größte Anteil an Problemen tritt aufgrund von Denkfehlern auf.
      Vielen ist das genaue Zusammenspiel zwischen Sicherheitsfilterungen,
      WMI Filtern, Loopback Processing und vor allem dem sogenannten SOM (Scope of Management) nicht bekannt.


      2. Technische Fehler  

      Die zweite Kategorie umfasst Fehlkonfigurationen, Netzwerkprobleme und Replikationsprobleme. 

      Inhalt des Guides 

      Teil 1:
      Der erste Teil behandelt Fehler der Kategorie 1. 

      Teil 2:
      Hier geht es primär um technische Fehler.

      • Welche Fehler können auftreten?
      • Welche Logfiles werden geschrieben?
      • Wo finde ich GPO-Eventlogs?
      • Wie kann das Verhalten einzelner CSEs analysiert werden? 
      Teil 3:
      Der letzte Teil umfasst das Thema GPO-Performance.

      • Welche Timeouts können beim Abarbeiten von Policies auftreten?
      • Wie lassen sich erhöhte Laufzeiten von Policies erkennen?
      • Welche CSEs können erhöhte Laufzeiten verursachen?
      • Wie wirkt sich das Policy- und AD Design auf die Laufzeit der GPOs aus?

      Dienstag, 19. Februar 2013

      Lokale Benutzer und Gruppen - Änderungen an Built-in Benutzerkonten

      Die Client Side Extension "Lokale Benutzer und Gruppen" bietet einem die Möglichkeit Änderungen an sogenannten "Built-in" Benutzerkonten durchzuführen. 

      Built-in user accounts are installed with all Windows NT workstations and servers. These accounts are local to the individual system they are installed on and may have domain-wide access depending on how the computer is set up. The built-in accounts include Administrator, Guest, and System.


      quelle:
      http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc722455.aspx


      In der CSE stehen folgende Benutzerkonten zur Auswahl:



      Die ungünstige Benutzeroberfläche

      Leider ist die grafische Benutzeroberfläche so gestaltet, dass sich
      Optionen auswählen lassen, die für Built-in Benutzerkonten nicht zur Verfügung stehen.

      So kann für einen integrierten Benutzer zum Beispiel kein Ablaufdatum definiert werden. Das GUI lässt dies jedoch zu.



      Die logische Folge

      Es lassen sich Preference Items definieren die vom Client nie verarbeitet werden können. Die Fehlersuche gestaltet sich schwierig.

      Um euch diese Arbeit zu ersparen erhaltet ihr hier eine Liste von Optionen,
      die sich verarbeiten bzw. nicht verarbeiten lassen.



      Diese Kombinationen funktionieren auf Windows 7 und Windows 8:






      Diese Kombination funktioniert nur auf Windows 7, nicht auf Windows 8:


      Diese Kombinationen funktionieren weder auf Windows 7 noch Windows 8:




      Unter Windows 8 ist das Verhalten der CSE seltsam.
      Selbst wenn alle Optionen wie oben dargestellt eingehalten werden, gibt es keine 100%ige Garantie, dass die Einstellungen auch wirklich verarbeitet werden können.

      Hier noch ein kurzer Workaround in dieser Sache:

      Anstatt der Verwendung des vordefinierten Elements "Administrator (integriert)", schreibt man einfach den Namen "Administrator" in das Textfeld.


      Bitte beachtet, dass sich die Namen der Built-in Benutzerkonten je nach Betriebssystemsprache unterscheiden können!

      Donnerstag, 24. Januar 2013

      PowerShell - Leere Benutzer- und Computerkonfigurationen deaktivieren

      Microsoft's Best Practice schlägt vor, ungenutzte Benutzer- bzw.
      Computerkonfigurationen zu deaktivieren.

      Mehr Informationen dazu hier:

      http://technet.microsoft.com/en-us/magazine/dd673616.aspx

      http://support.microsoft.com/kb/315418/en-us


      Deaktivierung per GPMC:

      Die Deaktivierung kann in der GPMC erfolgen:


      Das Hauptproblem liegt darin, leere GPOs aufzufinden.
      Bei einer großen Anzahl von GPOs ist die manuelle Methode unbrauchbar.


      Deaktivierung per PowerShell:

      Für die automatische Deaktivierung per PowerShell habe ich ein Skript geschrieben:


      # You will use this script at your own risk.
      #
      # Matthias Wolf - MVP Group Policy
      # http://matthiaswolf.blogspot.com
      #

      import-module GroupPolicy

      $gpos = get-gpo -All

      foreach ($item in $gpos)

      {

            # Checking if Computer Configuration is empty
            if ($item.Computer.DSVersion -eq 0)

           {

                   write-host $item.DisplayName Computer Config is empty
                   write-host Disabling Computer Config
                   $item.Computer.Enabled=$false

            }
           
            # Checking if User Configuration is empty
                  if ($item.User.DSVersion -eq 0)

           {

                   write-host $item.DisplayName User Config is empty
                   write-host Disabling User Config
                   $item.User.Enabled=$false

            }

      }


      Das Skript könnt ihr hier herunterladen.
      Download


      Zu beachten:

      Zwei Dinge sind zu beachten.

      1. Das Skript verwendet die Versionsnummer der Konfiguration


      Wird die Policy bearbeitet erhöht sich die Versionsnummer.
      Werden die Einstellungen wieder aus der Policy entfernt, erhöht sich ebenfalls die Versionsnummer!

      Bereits verwendete Policies (auch wenn diese mittlerweile leer sind) werden also nicht deaktiviert.

      2. Deaktivierte Einstellungen bleiben deaktiviert

      Deaktiviert man einen Policy-Anteil, so bleibt dieser so lange deaktiviert bis man dies wieder rückgängig macht.

      Wird z.B. die Benutzerkonfiguration deaktiviert und ein Admin setzt danach Einstellungen in der Benutzerkonfiguration, so muss diese erst wieder manuell aktiviert werden. 

      Performancegewinn?:

      In der Theorie werden die Richtlinien schneller abgearbeitet.
      Der eigentliche Gewinn ist jedoch nur schwer messbar.


      Group Policy MVP Darren Mar-Elia berichtet unter anderem in seinem Artikel "Optimizing Group Policy Performance" darüber.

      Der größte Vorteil besteht meiner Meinung nach in der Übersichtlichkeit der Richtlinien. In der GPMC ist direkt ersichtlich welche Richtlinen Computer- bzw. Benutzerkonfigurationen enthalten: